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Grussadresse des Präsidenten zur Vernissage

Liebe Besucher,
Sehr geehrte Damen und Herren

Den MUSEUMSVEREIN APPENZELLER BAHNEN gibt es seit sieben Jahren. Entstanden ist er im Zusammenhang mit den Arbeiten zur Feier "100 Jahre Bahn zum Säntis" und dem Buch von Yvo Buschauer.

Der Verein versteht es als seine Aufgabe, das reiche technisch-historische Erbe der Appenzeller Bahnen zu erhalten, zu pflegen und dem Publikum zugänglich zu machen.

Seit 2012 geschieht dies durch jährlich wechselnde Aus­stellungen, zunächst an wechselnden Standorten, seit 2015 in Wasserauen, im ehemaligen Depot der Säntis­bahn. Hier zeigt der Verein im MUSEUM APPENZELLER BAHNEN  historische Fahrzeuge der Appenzeller Bahnen und in einem Bahnwagen eine jährlich wechseln­de dokumentarische Ausstellung.

Das MUSEUM APPENZELLER BAHNEN in Wasserauen hat sich inzwischen etabliert und stabilisiert. An seiner Existenz sind sowohl der Bezirk Schwende als auch die Ebenalp Bahn aus touristischen Gründen in­teressiert. Für die Appenzeller Bahnen ist es die Möglichkeit, ein reichhaltiges Inventar von zum Teil technich einmaligen Fahrzeugen zu zeigen, statt abzubrechen.

Auf dem Gebiet des Fahrzeugunterhaltes ist der ebenfalls im Depot Wasserauen beheimatete Verein AG 2 historische Appenzeller Bahnen aktiv. Seine Tätigkeit bereichert das Museum für den Besucher.

MUSEUM APPENZELLER BAHNEN

Das Museum zeigt diesen Sommer unter dem Thema «Anfänge» eine Ausstellung einerseits über die technischen Pionierleistungen jener Zeit, andererseits eine sechs Meter lange Reproduktion der Originalen Streckenpläne von Appenzell Richtung Westen mit Fotos und Gebäudeplänen aus der Zeit.

Weil aus technischen Gründen die historischen Fahrzeuge im Moment nicht hier sind, haben wir das Thema "Anfänge" mit zwei zusätzlichen Ausstellungen ins Depot herüber gezogen.

Ein paar Sätze zu den Anfängen

In der zweiten Hälfte des 19. Jhdt., brach im Appenzellerland ein wahres Bahnfieber aus. Die Textilherren, deren Fabriken in den Hügeln, an den Bächen lagen, wollten das neue Transportmittel Eisenbahn ebenfalls nutzen.

So entstand 1875 vorerst zwischen Herisau und Winkeln, dann bis Urnäsch und 1886 bis Appen­zell die Appenzeller Bahn. Das Museum zeigt Reproduktionen der originalen Trassen- und Gebäu­de-Pläne mit zeitgenössischen Fotos.

1889 folgte direkt von St. Gallen aus nach Süden, vorerst bis Gais, 1904 ebenfalls bis Appenzell, die Appenzeller Strassenbahn, später St. Gallen – Gais – Appenzell-Bahn (SGA). Besonders inter­essant sind hier die Konstruktionen des Ingenieurs Adolf Klose. Aus topografischen Gründen musste die Strecke aus St. Gallen hinaus über die steile Ruckhalde mit 160 %o Steigung geführt werden, also mit Zahnrad, und mit einer Kehrkurve von nur 30 m Radius. Hierfür hat Klose drei-achsige Zahnradwagen konstruiert, die sich "um die Kurve biegen" konnten. Wir zeigen in der Aus­stellung mit einer Video-Show, wie das funktionierte. Eine stark Vereinfachte Form der Kon-strukti­on fand übrigens breitere Anwendung bei den Württembergischen Staatsbahnen und bei den K&K Oesterreichischen Bosnien-Bahnen.

Darüber hinaus es gibt noch mehr technische Einmaligkeiten der beiden Bahnen, die in der Aus­stellung erläutert werden.

Hier im Bahndepot findet der Besucher ab Mitte Mai wieder immer einige historische Fahrzeuge aus den Anfängen des 20. Jahrhunderts, hautnah, zum Anschauen und zum Anfassen.

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