VORPROJEKT TECHNIK


Für Bergbahn und Standseilbahn wird der Baugrund als trocken und fest beurteilt. Über die Tunnels macht man sich wenig Sorgen.

Die Bergbahn soll eine Planie von 3,60 m Breite und 60 m minimalen Kurvenradius erhalten, die Standseilbahn einen massiven Mauerkörper von 1,50 m Kronenbreite.
 


TRASSEEBAU DER BERGBAHN
 

Der Baugrund wird auf der ganzen Bahnstrecke als gut bis sehr gut beurteilt. Rüfengebiete werden nirgends durchschnitten und wo Tunnels und Galerien vorgesehen sind, hofft man, auf festen und trockenen Fels zu stossen. Verbauungen gegen gefährliche Lawinen sind unnötig; die Bahn wird gegen Steinschlag gesichert werden.

Der Unterbau der Adhäsions- und Zahnstangenstrecke entspricht dem damaliger schmalspuriger Nebenbahnen. Die Planiebreite beträgt 3,60 m, die Schotterstärke 0,30 m, der minimale Kurvenradius 60 m. Die Maximalsteigung der Adhäsionsstrecke wird bei 46 o/oo, diejenige der Zahnstangenstrecke bei 220 o/oo festgelegt.

TRASSEEBAU DER STANDSEILBAHN-STRECKEN
 

Bei den Drahtseilsektionen soll der Unterbau durch einen massiven Mauerkörper von 1,50 m Kronenbreite gebildet werden, der mit einer Betonschicht von 30 cm Dicke abgedeckt würde. Für Revisionszwecke plant man neben dem Gleis eine Diensttreppe. Für Tunnels, die man im festen Kalkfels nicht ausmauern muss, werden die Dimensionen detailliiert festgelegt.

BERGBAHN
 

Die Bergbahn soll mit gemischtem Adhäsions- und Zahnstangenbetrieb von Wasserauen nach Seealp-Oberstofel fahren. Das letzte Teilstück der Zahnstangenstrecke von 'Wald' bis 'Seealpsee' würde in einem Tunnel verlaufen.

Die Fotomontage zeigt die Eingriffe in die Landschaft, wie sie beim Bau der Bahn im Extremfall nötig gewesen wären.


STANDSEILBAHN
 

Für die Standseilbahn sieht man im aufgelegten Projekt gemäss Situationsplan drei Sektionen und drei Umsteige stellen vor, nämlich Oberstofel,Meglisalp und Rossmad. Die Strecke Oberstsofel - Meglisalp würde im Bereich „Unter Strich" durch einen Tunnel führen.

ROLLMATERIAL
 

Bei der Wahl der Triebfahrzeuge für die Säntisbahn denken die Initianten weit voraus. Sie rechnen bereits mit direkten elektrischen Zügn von St.Gallen bis Seealp. Sie stellen sich fünf vierachsige „Automobil-Bahnwagen" auf der Strecke Appenzell-Wasserauen-Seealp vor, die für den gemischten Betrieb (Adhäsion und Zahnrad) nach System Strub ausgerüstet sind.

Offene Anhänger-Beiwagen für 32 Personen sind für den Sommerbetrieb auf der Tal- und Zahnstangenstrecke vorgesehen. Bei der Bergfahrt stünde der Beiwagen vor, bei der Talfahrt hinter dem „Automobil-Bahnwagen".

Für die Standseilbahn-Strecken werden Wagen geplant mit je 4 Sitzabteilen zu 10 Personen und unten und oben je einer Stehabteilung für 15 Personen. Total 70 Personen könnten pro Fahrt in den offenen Wagenkasten transportiert werden.