Ausstellung '125 Jahre St. Gallen - Gais'

Eine Bahn von Gais nach St. Gallen?

Die Topografie leisten vorerst einmal Widerstand

Schwierig für eine Flachbahn

Die Stadt liegt in einem Ost-West Tal und alle Hügelzüge laufen parallel zum Tal. Die Landschaft ist geprägt von steilen Hügeln und tiefen Bachgräben

Der Anschluss des Appenzellerlandes an die Stadt muss notgedrungen quer zu den Hügeln und Bachgräben erfolgen. Es gibt noch keine Zahnradbahn für gemischten Adhäsions- und Zahnradbetrieb. Die Steigungen dürfen 30 - 40 ‰ nicht übersteigen

Steile Abhänge

Das Tal von St. Gallen schliesst sich gegen Süden mit steilen hängen ab, durchschnitten einzig durch das Mühlentobel der Steinach. Die Hangheigungen betragen überall 30 - 33 %. Am sanftesten ist noch die Ruckhalde, hinauf zum Riethüsli. Dort beträgt die Neigung ziemlich regelmäsige 30 %, was aber auch 300 ‰ entspricht.

Es bleibt 1872 nur der Weg um die Hügel herum

Drei Möglichkeiten bieten sich an:

1. Vom Osten der Stadt über Speicherschwendi und Speicher nach Teufen und Bühler - Gais.
2. Mit einer grossen Kehrschlaufe der Bernegg entlang nach St. Georgen.
3. Nach Westen um die Menzlen herum in das Gebiet Hauteten - Lustmühle.

Für ein steileres Trassee ist die Technologie erst im Entstehen

1872 - 1877

Eine Flachbahn mit 30 - 40 % Maximalsteigung (Prtojektabbruch 1877)

1882 - 1889

Eine Zahnradbahn für kürzere und steilere Wege.

1872 ist eine Zahnradbahn noch kein Thema. Die Lokomotiven treiben entweder die Laufräder oder das Zahnrad, fahren nur am Berg oder nur in der Ebene.
Beispiel: die Rorschach- Heiden-Bahn (1875) die in der Ebene geschoben werden musste.

Um 1975 tauchen erste Dampflokomotiven auf, die Zahnrad und Laufräder gleichzeitig antreiben und sowohl auf Adhäsion als auch in der Zahnstange fahren können.
Ganz neue Voraussetzungen.