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Wie der Ingenieur Klose die Wagen dazu brachte,
sich der engen kurve in der Ruckhalde anzupasen

Drei der Wagen mit „Klose-Untergestell“ im Originalzustand

II. und III.-Klasse-Wagen
Sommerwagen
Güterwagen, alle Typen

 

Die dreiachsigen Wagen mit diesem Untergestell besassen die Eigenschaft, sich der engen Ruckhaldenkurve mit ihren 30 Metern Kurvenradius anzupassen.

Damit das Zahnrad, das sich aus Gründen der Bremslast-Verteilung auf der Mittelachse befand, nicht auf die Wangen der Zahnschiene 'aufstieg' war ein Mechanismus nötig, der es stets unter dem Wagen zentrierte.

Es war bekannt, dass dabei die End-Achsen in die Kurve schwenkten, während die Mittelachse sich seitlich verschob. Die Kenntnis, wie dies technisch geschah, war aber verloren gegangen.

Wiedergefunden: der Plan des für alle Wagen identischen Untergestells

Ein Originalplan hat sich im Staatsarchiv Appenzell Ausserrhoden als Blaupause erhalten;
Das MUSEUM APPENZELLER BAHNEN stöberte ihn mit Hilfe einer findigen Archivmitarbeiterin dort auf. Daraus liess sich der folgende Plan rekonstruieren:

Das Funktionsprinzip ist das Folgende:

Die Lenkgung der Mittelachse ist bei der Appenzeller Strassenbahn wegen der notwendigen präzisen Zahnradführung relativ kompliziert. Ein Gestänge überträgt die Ablenkung der Aussenachsen als seitliche Verschiebung auf die Zahnradachse in der Mitte des Wagens.


 

Als 3D-Darstellung:


Nachfolgend ein Müsterchen. Die vollständigen Animationen sehen Sie wieder nächstes Jahr in der Ausstellung des MUSEUM APPENZELLER BAHNEN